Vor ein paar Tagen hat die Olivenblüte richtig angefangen und bei den Apfelsinen sieht man schon die kleinen Früchte; es ist wirklich wunderschön! Nicht alle Blüten werden natürlich zu Oliven, da kann bis Oktober noch viel passieren...aber es ist wirklich eine Pracht! Uns geht es gut. Hier in Sizilien und vor allen Dingen in Menfi ist das Virus sehr wenig verbreitet aber wie Ihr sicherlich alle wisst, müssen auch wir hier im Süden uns an die strengen italienischen Regeln halten: seit dem 8. März dürfen wir praktisch nur 1 mal am Tag einkaufen, alleine, sonst nichts, #iorestoacasa #ichbleibezuhause. Wir haben das Meer vor der Tür aber man darf nicht hin. Es ist beeindruckend wie sich die Menschen an alle Bestimmungen halten. Hier steht das Menschenleben an der ersten Stelle, dann kommt die Wirtschaft, obwohl es hier wirklich für viele Menschen sehr kritisch werden wird. Menfi ist schon normaler Weise nicht sehr belebt aber jetzt ist es wie eine Geisterstadt. Man telefoniert und benutzt die social networks und es wird viel Solidarität organisiert, nicht nur in der Stadt, naja und die Bauern arbeiten natürlich. Beeindruckend ist, dass auch hier auf dem Land und in den kleinen Dörfern überall die Schule online funktioniert, sogar in der Grundschule. Morgens darf man bei denen, die Kinder zuhause haben nicht anrufen, denn man stört den Unterricht. Unsere Freunde, die in der Schule arbeiten, sind täglich eingespannt und sehr müde, denn sie sagen es wäre doch sehr anstrengend. Die Schwester von Saverio arbeitet im Krankenhaus in Agrigento und erzählt, wie anstrengend es ist, immer alle Sicherheitsmassnahmen zu beachten, Schutzmasken und Schutzkleidung anzuziehen und dann zu arbeiten. 
Wir haben das Glück auf dem Land zu wohnen, mitten in unseren Olivenfeldern. Für uns ist zuhause eine fast 2 Hektar grosse Umwelt, wo Pflanzen, Blumen, Vögel und andere Lebewesen ausser uns ihr Leben führen. Ausserdem dürfen wir als registrierte Bauern auch die etwas weiter liegenden Olivenhaine versorgen; also dürfen wir raus und unser Mitarbeiter Antonio darf mit uns arbeiten. Wir und die Pflanzen, ihre Entwicklung, das war unsere zentrale Beschäftigung im März und im April und ich muss sagen, dass es persönlich kein Opfer für mich war. Aber es ist natürlich schrecklich zu wissen wie es den Menschen in den grossen Städten geht, wie viel man seine Gewohnheiten und Beziehungen einschränken muss, wieviele Menschen sterben oder leiden und wieviele Menschen in tiefen wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind. Ich habe vor ein paar Jahren das Buch von David Quammen "Spillover - der tierischer Ursprung weltweiter Seuchen" gelesen und bin seit dem entsetzt über das, was wir Menschen täglich der Natur antun und wie unwissend wir sind. Ich habe in diesen Tagen viel über unsere Entscheidung nachgedacht hierher zu ziehen und unser Leben zu ändern und ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden bin. 
Den ganzen Winter über hatten wir an der Restaurierung eines Teils unseres Hauses gearbeitet. Jetzt gibt es ein tolles Regendach ....es wird immer schöner bei uns!
Im Januar haben wir eine Sonnenernergieanlage gekauft und die sollte auf einem neuen Dach installiert werden. Ausserdem wollten wir ein Gästezimmer und das Studio für Saverio herrichten. Das Dach haben wir geschafft, bevor das Virus unsere Pläne zerstörte. Alle Bauarbeiten mussten eingestellt werden und so blieb uns nichts Anderes übrig als mit Ruhe und Liebe zu hacken, die Bäume zu schneiden und uns um alle Pflanzen zu kümmern.  Am 16. April war es dann soweit: die Bestimmungen wurden etwas gelockert und die Sonnenenergieanlage durfte montiert werden und jetzt funktioniert alles.  Wann die weiteren Bauarbeiten wieder beginnen können, das wissen wir nicht. Aber jetzt sind wir erst einmal glücklich.
Ausserdem haben wir soviel mit unseren Oliven und dem Gemüsegarten zu tun dass wir uns sicherlich nicht langweilen. 
Bevor das Virus auch uns hier in Menfi blockiert hat (wir dürfen nicht einmal in das Nachbarstädtchen!) waren wir aber mit Leonardo Cannata  - unserem Agrarberater -  in der Nähe von Messina, in Rodì Milici, um es genau zu sagen. Wir haben uns entschlossen weitere Olivenbäume anzubauen. Aber wir wollten sie nicht in irgendeiner Baumschule kaufen, denn dort werden nur Standardsorten verkauft und dadurch reduziert sich die wunderschöne Artenvielfalt immer mehr und das Öl wird weniger interessant und besonders. Also haben wir beschlossen, unsere eigenen interessantesten Bäume über Stecklinge zu vermehren.
Die so entstehenden Planzen sind genetisch identisch d.h. sie kennen auch schon das Land, den Boden, das Klima wo sie herkommen und wieder eingepflanzt werden, denn sie haben die Informationen gespeichert. Über hundert neue Planzen wollen wir anbauen und so brauchen wir eine Baumschule, die bereit und fähig ist zu pfropfen und die haben wir in Rodì Milici gefunden. Also haben wir Anfang März die Triebe von den Bäumen gesammelt die wir klonen wollten (hier heissen sie "marze" das kommt vom Monat marzo - März) und sind dann am nächsten Morgen Richtung Messina aufgebrochen, um unsere "marze" der Baumschule zu bringen. Auf den Fotos könnt Ihr sehen wie es funktioniert: die Triebe werden an die Wildlinge durch Schnitte verbunden und wachsen darin.
Leider können wir jetzt nicht selbst schauen, wie es unseren Planzen geht aber wir haben Fotos bekommen. Wie man sehen kann sind es schon kleine Planzen. Nach der Olivenernte im Dezember werden wir sie holen und dann hier einpflanzen!
Es war bisher ein arbeitsreicher und sehr stiller Frühling. Saverio hat die Zeit genutzt, um an den Modellen für die Türrahmen zu arbeiten und gemeinsam haben wir auch einen Gemüsegarten angelegt.
Einen lieben Gruss aus dem Belicetal. Wir machen weiter und hoffen, dass die vielversprechende Blüte unserer Olivenbäume zu einer erfolgreichen Ernte führt.  Wir werden uns weiterhin liebevoll drum kümmern aber der Klimawechsel ist genau wie das Virus unberechenbar und ein Ergebnis unseres etwas unsinnigen und ungerechten Entwicklungsmodells. Aber wie gesagt wir arbeiten und lernen. Einen kleinen Traum haben wir, damit wir die Qualität des Öls weiterhin verbessern können: wir würden gerne eine kleine Ölmühle kaufen, so wie die, die wir im vorigen Jahr bei Leonardo Cannata ausprobieren konnten (hier könnt ihr es nachlesen)...mal sehen, ob wir es schaffen!
Vielleicht wird die Welt ja wieder etwas offener und Ihr könnt uns besuchen kommen. Wir freuen uns. In der Zwischenzeit sollten wir aber vielleicht alle mal überlegen, wie jeder von uns etwas ändern kann, damit sich ein besseres Gleichgewicht bildet zwischen Mensch und Mensch und Natur und Mensch.



Das Team - Profis und Freiwillige
Wir hatten bereits angefangen - Saverio, Antonio und ich - als meine Schwester Edith mit ihren Freunden Daggi, Tom und Werner am Samstag den 11. Oktober nach einer langen Reise mit Auto und Schiff bei uns eintrafen, sie wollten helfen und nicht nur das Olivenöl zuhause geniessen. 
Am 12. ein kleiner Einführungskurs und am 13. Oktober haben wir gemeinsam in 2 Stunden die ersten 120kg gepflückt, die Biancolilla (fast alle Oliven von einem einzigen Baum). 
Leonardo Cannata hatte uns eingeladen, seine kleine private Mühle in Santa Margherita del Belice mit einer kleinen Menge auszuprobieren und diese Einladung haben wir natürlich gerne angenommen. Es war nicht nur ein besonders schöner Tag, an dem wir die Gastfreundschaft und das gute Essen der Familie Cannata geniessen durften. Besonders interessant war es, das Funktionieren dieser kleinen Mühle zu beobachten...naja, vielleicht schaffen wir es in ein paar Jahren so eine zu kaufen
In den darauf folgenden Tagen gab es viel zu tun und wenig Zeit zum Nachdenken. Die Bäume in Agareni sind gross und waren ausgesprochen voll: Start der Arbeit um 7.00 wenn Antonio kam, um 10Uhr Kaffeepause, Mittagspause um 12 Uhr und dann bis 16.00. Anschliessend ging's in die Mühle, wie immer bei Giuseppe Li Petri, Frantoio Li Petri. Tag fuer Tag haben wir das aus den Oliven gepresste Öl in einen 1000 Lt. Edelstahl Behälter gegeben, der mit einem schwimmenden Deckel das frische Öl vor dem Sauerstoff schützt. Langsam, werden die Behälter voll und nun soll das Öl ruhen.  Es war eine anstrengende aber gute Zeit.
Hier könnt ihr schauen wie wir die Zeit verbracht haben Olivenernte 2019, Menfi (AG), Olio Ciaccio
Als unsere freiwilligen Mitarbeiter und Gäste wieder den langen Weg nach Köln nahmen haben wir 2 Ölproben nach Sciacca gebracht. Bei Damiano Licata im Assessorato Regionale dell'Agricoltura, dello sviluppo rurale e della pesca mediterranea erhalten diese Proben von einer extra geschulten Panel Experten Gruppe eine organoleptische Untersuchung. Nicht nur der Gehalt an freier Fettsäure, ein Wert der wie andere Parameter durch die chemisch-physikalische Analyse festgestellt wird, bestimmt die Klassifizierung des Olivenöls. Es gibt strenge sensorische bzw. organoleptische Anforderungen, die erfüllt sein müssen. Nicht weniger als 21 potenzielle Fehlattribute dürfen in einem extra vergine Olivenöl nicht vorkommen. Positiv-Attribute sind fruchtig, bitter, scharf und deren jeweilige Intensität. Fuer die Güteklassenbestimmung ist die sensorische Prüfung entscheidend.
Schaut Euch die Risultate unserer Untersuchung an. Im ersten Fall handelt es sich um die Mischung die auf unseren Bäumen in Agareni wächst: die Biacolilla Olive, die Cerasuola Olive und die Nocellara del Belìce. Im zweiten Fall ist es nur die Biancolilla Olive. Wir sind sehr stolz, denn es handelt sich bei beiden um wirklich gute Extra Vergine d'Oliva Öle. 
Blend aus Biancolilla, Cerasuola und Nocellara del Belice
Biancolilla
Ja, wir haben viel gelernt im letzten Jahr und viel investiert. Zum ersten Mal können wir sagen, dass wir bewusst Qualität produziert haben. Nach der Ernte haben wir entschlossen so weiter zu machen und zu versuchen im nächsten Jahr aus einer Reserve endlich auch eine bestimmte Anzahl an Flaschen zu produzieren.
Am Ende möchten wir uns wirklich noch einmal bedanken nicht nur bei den freiwilligen Helfern, die es möglich gemacht haben einen grossen Teil der Oliven mit der Hand zu ernten! Das war gut für die Bäume und für das Öl. Danke!
Auch an alle unsere Kunden in Deutschland und in Italien geht unser Dank fuer das Vertrauen und dann natürlich besonders an Edith Goergen und Alberto Reguzzi in Köln, an Stefan Ruf in Berlin, an Tiziana Visconti in München und an Barbara Rosner in Bochum und an alle die netten Menschen die in den letzten Jahren ihren Freunden und Bekannten unser Olivenöl schmackhaft gemacht haben.
Naja und dann sind da noch Antonio, Leonardo, Franziska, Sonia, die Familie Li Petri und viele andere Menschen, die uns in unserer Arbeit und in unserem Lernprozess unterstützen. 
... und um 17.00 waren wir in der Ölmühle Li Petri!
Nach einer Stunde kam das frisch gepresste Öl und sah so aus! 
 Leider kann ich Euch nicht den Duft übermitteln und auch nicht den Geschmack aber glaubt mir :-), es ist sehr gut!
Jetzt wird geerntet und dann wird das Öl ruhen! Wir melden uns wieder!


Am 10. Oktober werden wir mit der Ernte beginnen. Zuerst werden wir die Biancolilla Olive ernten, denn sie ist schon gut reif.
Dann wird es weitergehen mit der Nocellara del Belice und am Ende di Cerasuola. Es wird eine schöne aber auch harte Arbeit werden, denn jeden Abend werden wir die frisch gepflückten Oliven in die Ölmühle Li Petri bringen und da muss man dann warten bis man dran ist. Am Ende des Tages fällt man tot ins Bett um dann am nächsten Tag um 7 wieder fit zu sein!
Wir werden Ende der Woche freiwillige Helfer bekommen aus Köln!
Wir werden dann erzählen wie es läuft.
In der Zwischenzeit haben wir schon einmal die onlineshops der Einkaufsgruppen in Köln und Berlin geöffnet. Ihr könnt also vorbestellen! Bis bald! 



Gestern hat es endlich, nach 3 Monaten Trockenheit, ein paar Stunden lang geregnet. 
Die Olivenbäume sehen jetzt wirklich glücklich aus.

Während der langen Trockenzeit haben wir dreimal 5 Std. lang die Bäume bewässert. Als Zusatz zum Wasser gab es natürliche Stärkungsmittel für die Bäume, die uns Leonardo Cannata unser Agrartechnischer Berater empfiehlt und die wir bei Maria Franziska Rindler aus Meran und ihrer Intact Firma bestellen. Leonardo selbst hat Weinreben und Olivenbäume - Le Sette Aje a Santa Margherita di Belice, ganz in der Nähe.  Und Maria Franziska ist eine ganz besondere Frau, die mit viel Geduld und Wissen ganz natürliche Mittel für die Landwirtschaft entwickelt hat. Die Mittel dienen der Stärkung biologischer Abläufe.  Ja, es geht um Agro Homöopathie, Homöopathie für Pflanzen. Wir lernen viel und haben das Gefühl, dass die Bäume einverstanden sind.  Aber wie man hier sagt ist das Wasser vom Himmel unersetzlich!

Jetzt ist jeder Tag wichtig. Man muss beobachten, sehen wie sich die Oliven entwickeln. Gleichzeitig werden Absprachen mit der Ölmühle getroffen. Wann öffnen sie, denn ohne Ölmühle geht es nicht. Anfang/Mitte Oktober geht es dann los mit der Erntearbeit.
In der Zwischenzeit sind die Trauben reif geworden und es geht zur Weinlese. Die Rebe ist Alicante Bouschet. Dank des tiefroten Fruchtfleisches wird sie hier auch "Rossissima" genannt.
Wir melden uns sobald das erste Olivenöl aus der Mühle kommt, damit Ihr bestellen könnt.  

Wir alle hatten Angst um die Olivenbäume, denn sie mögen genauso wenig wie wir diese plötzlichen Klimawechsel. Im Mai lag die Entwicklung der Frucht noch sehr zurück, die Blüte war gerade erst vorbei und der Olivenkern hatte sich noch nicht geformt. Das Risiko ist in dieser Phase, dass bei einem zu schnellen Temperaturwechsel alle Früchte herunterfallen, d.h. der Olivenbaum, der sich gefährdet fühlt, wirft die kleinen Früchte ab.

Wir hatten Glück, nicht so viele andere Olivenbauern hier in der Gegend: in der 2. Juliwoche sahen die Weintrauben und viele der Oliven so wie auf den Fotos aus! Sie haben es geschafft. An einigen Bäumen hängen so viele Oliven, dass wir jetzt schon die Zweige absichern mussten. Aber das heisst noch lange nicht, dass es eine reiche Ernte wird. Viele Gefahren könnten in der Zeit bis Oktober die Bäume und das Wachstum bedrohen und ab jetzt auch die Frucht selbst.
Auch die Apfelsinen sehen schon ganz gut aus! 
Es ist heiss, wirklich schwer erträglich in den Mittagsstunden. Man muss um 6 Uhr auf dem Feld sein, um etwas tun zu können, oder abends nach 18.00 Uhr.  Und bald geht die Weinlese los...das wird hart!

Seit Mai regnet es nicht. Die Wurzeln de Olivenbäume suchen sich das Wasser, fast unglaublich. Sie sind in der Lage, selbst geringe Anteile an Feuchtigkeit und Nährstoffen aus der Erde herauszuholen. Das Wachstum der Wurzeln passt sich der Bodenbeschaffenheit an. Erst am Samstag haben wir die Oliven zum ersten Mal bewässert und mit natürlichen Stoffen etwas gestärkt.

Aber die Hitze hat auch positive Aspekte: sie müsste der Olivenfliege die Vermehrung schwer machen! Hoffen wir es!!

Im Oktober letzten Jahres haben wir uns entschlossen, unsere Produktion dem Kontrollsystem für den ökologischen Landbau anzupassen. Wir wissen zwar, dass wir keine Chemie verwenden und noch nie verwendet haben, glauben aber, dass es wichtig ist, dies auch zertifizieren zu lassen.
Außerdem wollen wir mehr lernen, über den Boden, die Schädlinge, wie man den Pflanzen und Bäumen auf natürliche Weise helfen kann, wie der Prozess in der Ölmühle genau aussieht und wie man wirklich gutes natives Olivenöl erkennt. Die Qualität von Olivenöl hängt von vielen einzelnen Produktionsstufen ab, beginnend mit Baumart und Boden über Klima, Erntezeitpunkt, Art der Ernte und der verbleibenden Zeit vor dem Pressen. Das nach dem Pressen entstandene Olivenöl wird dann analysiert und in Güteklassen eingeteilt. Dabei werden bis zu 28 chemisch physikalische Parameter in Laboruntersuchungen geprüft. 
Als wesentlichste Qualitätsanalyse hat das International Olive Oil Council (IOOC)  und die Europäische Kommission eine offizielle Methode zur objektiven Beurteilung von einwandfreien Geschmack und Geruch entwickelt. Die Methode trägt den Namen „Paneltest für native Olivenöle“ und erfordert mind. 8, max. 12 ausgebildete Tester für ein gültiges Ergebnis.

Neben unserer Arbeit auf dem Feld und unter den Bäumen haben wir als den Winter zur Fortbildung genutzt. In Sciacca, unsere Nachbarstadt gibt es ein ausgezeichnetes regionales Büro, das die Produzenten von Olivenöl bei ihrer Arbeit unterstützt. Man kann dort kostenlos die chemische Analyse machen lassen aber auch in Forschungsprojekten oder Fortbildungsprogrammen mitmachen.

Aristoil ist ein interessantes europäisches Projekt, in dem Partner aus Griechenland, Malta, Spanien, Zypern und Italien ihre Olivenöl Produktion vergleichen und, unter Anderem, versuchen den Polyphenol_Gehalt der Öle aufzuwerten. Polyphenole beeinflussen nicht nur den Geschmack sondern haben eine hohe antioxidative Wirkung und sind daher sehr wertvoll für unsere Gesundheit. Je höher der Polyphenol-Gehalt, desto besser sollte das Olivenöl sein. Wir dürfen mitmachen und lernen viel.

Im März wurde dann ein Kursus für die Beurteilung von Geschmack und Geruch angeboten und wir haben mitgemacht. Soviel habe ich selten in einer Woche gelernt! Die Vorträge der Experten waren nie langweilig und außerdem musste jeder von uns 20 Schülern (fast alle Produzenten) individuell 20 verschiedene Öle testen. 
Es ist die Ausbildung zum Panel Experten, allerdings muss man noch weitere 20 Öle testen. Es ging uns nicht um einen neuen Beruf sondern wir wollten einfach besser verstehen, wie gut das Öl das wir produzieren ist.   

Während des Kurses haben wir Leonardo Cannata kennengelernt. Er selbst ist Produzent hier im Belice Tal – Le Sette Aje  -  aber auch Agrartechniker und seit 2 Monaten haben wir mit ihm einen Beratervertrag unterschrieben. Naja, jetzt fühlen wir uns irgendwie sicherer und voll mit neuen Energien.

In der Zwischenzeit ist der Frühling gekommen, nicht nur die Obstbäume sondern auch die Olivenbäume blühen inzwischen. Wind zur Bestäubung der Blüten gibt es genug. Es muss allerdings auch warm sein, denn sonst kommen die Bienen nicht heraus und in diesem Jahr ist es noch recht kühl. 
Über Ostern waren meine Schwester Edith und Alberto aus Köln hier und haben auch ein bisschen geholfen und wir haben gemeinsam ein wenig Sizilien genossen! Es war schön zusammen.




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