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Von der Küste ins Inselinnere so der genaueTitel der Sendung von Arte.tv vom 30/04/2022 

"Jede der vier Folgen der Dokureihe ist eine kulinarische Entdeckungsreise, die Begegnungen mit besonderen Menschen schafft. Die vierte und letzte Folge beginnt genau dort, wo Nordafrika näher ist als Italien: im tiefsten Westen Siziliens, genauer auf Favignana, der größten Insel des kleinen Ägadischen Archipels.
Schon zur Zeit der Phönizier wurde an der Westküste Siziliens Salz – auch als weißes Gold bekannt – gewonnen. Noch heute finden sich auf dem „Salzweg“ zwischen den Städten Trapani und Marsala alte Salinen.
Umgeben von den Hügeln des Belice-Tals im Westen Siziliens, setzen sich Cristina Cannata und ihre Schwestern dafür ein, dass das Erbe der sizilianischen Olivensorten nicht verloren geht. Auf nur wenigen Hektar Land bauen sie mehr Olivenarten an als anderswo im ganzen Land.
Raffadali ist zwar nur ein kleines Dorf, aber eine Hochburg für sizilianische Pistazien. Carmelo Plano setzt die Tradition seines Großvaters fort und widmet sich mit Leidenschaft ihrem Anbau. Das erfordert eine aufwendige Pflege. Aufwendig ist auch die Zubereitung einer Torte, die in den umliegenden Klöstern erfunden wurde.
Hinter altgriechischen Funden im Tempeltal von Agrigento liegt ein wahres Paradies: die antiken Gärten von Kolymbethra. Giuseppe Lo Pilato hat sie vor der Gier der Bauspekulanten gerettet und damit ein einzigartiges Naturerbe bewahrt. Hier wachsen uralte Zitrus- und andere Obstarten. "


So beschreibt Arte die Sendung, auf die wir Euch gerne aufmerksam machen, denn sie erzählt von unserer Gegend hier und von unseren Freunden mit denen wir zusammen arbeiten und von denen wir Euch schon oft erzählt haben: die Familie Cannata und die Le Sette Aje  
Und wo wir schon einmal beim Kulinarischen sind empfehlen wir - fuer die, die etwas italienisch sprechen - die Rezepte von Donna Rosalia  .Es ist wirklich eine tolle Familie, die auch noch ständig wächst. Der Wein ist ausgezeichnet, probiert ihn mal. 
Vernissage am 01.Dezember '17 um 19:30 in der Galerie Crystal Ball, Schönleinstraße 7, 10967 Berlin mit Berit Schneider, Elke Graalfs, Françoise Cactus, Gaby Garland, Juwelia St.St., Lydia Karstadt, Mireille&Matthieu, Theresa, Silke Thoss, Veronika Schumacher, Saverio Ciaccio und weiteren.

SUPEROLIVE! Wir erkennen in der Olive die kulturschaffende Basis der mediterranen Zivilisation, dabei geht ihre Bedeutung bei Weitem über den Nährwert ihres reichhaltigen Saftes hinaus. Bereits seit Jahrtausenden wirkte sie in spirituellen Salbungen ebenso sehr, wie sie die Tempel und Herzen erleuchtete. Sie wurde Zeichen des Neuanfangs und in ihren Hainen wurden wirkmächtige und wegweisende Reden gehalten. - Die Superolive wird so zur Chiffre geographischer, kultureller und - heute wichtiger denn je - sozialer Zusammenhänge.

Auf unserer Vernissage kommt alles zusammen, zum einen eine ständig wachsende Gruppe von Leuten aus Berlin, die seit 2011 gelernt haben, das besondere Olivenöl von Saverio Ciaccio zu schätzen, zum anderen Saverio  selbst - und in diesem Jahr eben auch sieben Berliner Künstlerinnen, die jeweils mit ihrer eigenen Position dazu beitragen, die Olive zu dechiffrieren. Vielleicht!

Vernissage "SUPEROLIVE": Freitag, den 01. Dezember ab 19:30 in der Galerie Crystal Ball
Jedes Jahr, so gegen Ende September kommen bereits die ersten Anfragen nach dem neuen Olivenöl, dass aus der Ernte im Oktober erwartungsvoll hervorgehen wird, denn die Ölbestände aus dem letzten Jahr lassen sich einfach nicht noch sparsamer einsetzen.
Auch dieses Jahr gibt es noch bis zum 10. Oktober 2017 die Möglichkeit, das Olivenöl zu bestellen. Wer sich aber erst mal von der Qualität überzeugen möchte - wir verkosten am 30. September 2017 bei einer Finissage einmalig das Olivenöl vom letzten Jahr.

Saverio wird am 1. Dezember das bestellte Olivenöl von Menfi, Sizilien, nach Berlin liefern und uns  bei SUPEROLIVE  mit allerlei Insider-Wissen und Geschichten über unser Olivenöl versorgen. Auch gibt es vieles über neue Projekte zu berichten - hat sich Saverio dieses Jahr einen Olivenhain mit Haus in Sizilien gekauft, um sich fortan noch mehr seiner Leidenschaft - der Herstellung von Olivenöl widmen zu können. Aber nicht nur: Als römischer Architekt hat sich Saverio schon immer mit Konstruktionen beschäftigt - bei SUPEROLIVE geht es darüber hinaus um die Konstruktion neuer sozialer Beziehungen, durch die eine partizipierende Gestaltung  europäischer Landschaften erst möglich wird.

Wir sind schon sehr gespant.
Die Galerie Crystal Ball und Saverio Ciaccio laden ein zur großen SUPEROLIVE. Wir freuen uns auf Euch!
Lydia Karstadt
Vito Ciaccio hat über 90 Jahre in Menfi gelebt und sich sein Leben lang um die Landschaft gekümmert, indem er auf seinen Feldern Oliven, Trauben, Apfelsinen, Zitronen und vieles mehr angebaut hat.
Vito Ciaccio in seinem Olivenhain
Menfi ist eine kleine Stadt an der Südküste von Westsizilien, nicht weit von Selinunte und der Mündung des Flusses Belìce entfernt, in der Provinz von Agrigento. An klaren Tagen kann man die Insel Pantelleria am Horizont entdecken.Hier im Tal des Flusses Belìce erlebten die Menschen im Jahr 1968 ein schweres Erdbeben. Jahrelang hat auch die Familie von Vito Ciaccio in einer Behelfsbaracke gelebt, denn der Wiederaufbau war eine lange und umstrittene Geschichte. Gibellina, ein stark beschädigter Ort in den Bergen wurde 14 km entfernt neu aufgebaut. Noch heute diskutiert man diese Entscheidung...Ein Besuch dieser Orte ist aber gerade deshalb sehr interessant. Viele bekannte Künstler haben sich damals mit dem Thema Stadt- und Landschaftsbau beschäftigt und ihre Spuren findet man überall.
Sein ganzes Leben beschäftigt sich Vito mit seinen Oliven
Heute ist Menfi zum großen Teil wieder aufgebaut, die Baracken sind entfernt und man versucht, an die Zukunft zu denken. Die Zukunft heißt hier immer noch Landwirtschaft auch wenn es hart ist von den Erzeugnissen zu leben, denn die Preise, die der Großhandel für Obst, Gemüse und Getreide zahlt, erlauben keine Entwicklung und oft kein
Die Landschaft um Menfi herum
Man muss also versuchen, selbst seine Produkte zu verkaufen und das ist nicht einfach, vor allen Dingen, wenn man den ganzen Tag auf dem Feld arbeitet. Oder man braucht Genossenschaften. Aber auch diese brauchen Zeit und gute Leute, die alle anderen zusammenhalten und eine intelligente Marktpolitik voran bringen. Und man braucht Vertrauen...
Das alte Gibelina wurde mit einem Leichentuch aus Beton zugedeckt
Als Vito Ciaccio 80 Jahre alt wurde, erklärte er seiner Frau Maria und seinem Sohn Saverio, dass es so nicht weitergehen konnte. Er schaffe nicht mehr, alles alleine und das Geld, dass er für seine Trauben bei der Genossenschaft und für seine Oliven in der Ölmühle bekam reichte nicht, um jemanden zu bezahlen und einzustellen. Ganz zu schweigen von den Zitrusfrüchten, die sowieso keinen Markt hätten. Es wäre also besser, das Land zu verkaufen. Und damit fängt unsere Geschichte an, denn Vito Ciaccio war kein reicher Bauer. Was konnte man aus drei Hektar Land erwirtschaften, wenn man die Arbeit regulär bezahlen wollte?
Die in Asche gegarten Artischocken schmecken am Besten auf dem Feld
Mit dieser Aufgabe haben wir uns die letzten Jahre beschäftig und immer Neues dazu gelernt.
Leuchtende Orangen
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