40 Tage lang hat sie gedauert, zwischendurch hat es immer mal wieder geregnet und das Grass wurde grüner und grüner...

aber wir haben es geschafft: 13.000 kg Oliven - sehr viel -  und sie waren ausgesprochen schön!
Leider war der Ertrag niedriger als im letzten Jahr, im Durchschnitt 13% und das heißt, dass 100kg Oliven ungefähr 14 Liter Olivenöl ergeben. Das heisst, für 1 Liter Olivenöl sind mehr als 7 kg Oliven notwendig. Wenn der Ertrag wie im letzten Jahr 20% gewesen wäre, hätten wir mehr als 21 Liter pro 100 kg erzeugt, ein grosser Unterschied schon bei 100 kg .... Der Grund des niedrigen Ertrags war sicherlich die Trockenheit und die wenige Bewässerung, die wir in diesem Jahr zur Verfügung hatten. Aber Hauptsache ist die Qualität des Olivenöls und die stimmt! Wir sind stolz drauf!

Und stolz sind wir auch auf die Verpackung, die uns wie schon im letzten Jahr, Manfred Kirschner gemalt hat. Vielen, vielen Dank an ihn und an alle unsere Erntehelfer, Edith, Alberto, Stefan und Manfred und natürlich an Fraje, der nicht nur die Ernte meistert sondern sich das ganze Jahr, gemeinsam mit Saverio, um die Bäume kümmert. Und last but not least ein großes Dankeschön an alle, die sich um die Einkaufsgruppen kümmern, Tiziana und Umberto in München, Edith und Alberto in Köln, Barbara in Bochum, Stefan und Mani in Berlin und dann natürlich DANKE an alle die Menschen, die schon seit vielen Jahren unser Olivenöl bestellen und genießen. Ein kollektives Unternehmen, dass auch versucht unterschiedliche Kulturen zusammen zu bringen!
Und das alles ist nicht immer einfach. dDie Ernte und die tägliche Konfrontation mit dem komplexen Ablauf in der Mühle z.B., wo tausende von Oliven jeden Tag hingebracht werden und darauf warten, noch am gleichen Tag zu frischem Olivenöl zu werden, ist sehr anstrengend, für alle Beteiligten. Wir danken dem FrantOlio Casale Abate in Menfi. Und wenn dann endlich alles in den Edelstahlsilos ist, muss es abgefüllt werden, verpackt und für die Speditionen vorbereitet werden. Und dann sind wir alle, Produzenten und Kunden, von den Speditionsfirmen abhängig: wann fahren sie und wann kommen sie an und das immer präsente Risiko, dass die Ware beschädigt wird oder dem Lastwagen auf der langen Strecke etwas passiert... Alles hat auch im diesem Jahr geklappt und dafür danken wir auch den Speditionsfirmen.
Si sah es dann in der Gallerie Crystal Ball in Berlin am 10. Dezember aus. Ja, das war es für dieses Jahr! Wir hoffen, unser Olivenöl schmeckt Euch. Bei uns regnet und stürmt es und wir hoffen, dass unsere Region es schafft, das Wasser für den Sommer zu speichern und zu verhindern, das es, wie so häufig ins Meer fließt. 
Wir wünschen gute Festtage!

Während wir bei Trockenheit und Sturm voller Angst und grosser Empörung auf unser Mittelmeer schauen, wo Europa immer mehr Menschen auf der Flucht vor Klimawandel, Armut und Diktaturen  ertrinken lässt, wo die israelische Regierung einen Völkermord an unseren Nachbarn im Gazastreifen begeht, denken wir an die Olivenbäume, an unsere, die auf Wasser warten und an die in Palästina, die systematisch zerstört werden.  Wir sind froh, dass viele Menschen das Schweigen unserer Regierungen durchbrochen haben, indem sie die Iniziative der GLOBAL SUMED FLOTILLA ergriffen haben. Hier bei uns in Italien war und ist ihre Reise von fast ununterbrochenen Friedensdemostrationen begleitet. 

Und dann kam endlich der Regen und so sehen jetzt unsere Oliven von der Sorte NOCELLARA DEL BELICE aus!

Und weil sie eben in diesem Jahr, vor allen Dingen in San Vincenzo so schön sind, haben wir entschlossen, die Auslese NOCELLARA rein zu produzieren und Euch, in begrenzter Menge, die 5 lt. Bag in Box für 100 Euro anzubieten. Der Preis ist etwas höher, weil es etwas mehr Arbeit erfordert, so eine Auslese zu produzieren. Manfred Kirchner hat auch die Box für di NOCELLARA  entworfen. Wir danken sehr dafür!

Naja und dann gibt es natürlich auch unsere traditionelle Mischung aus Nocellara, Biancolilla, Cerasuola und Giaraffa auch im Jahr 2025.

Unser BLEND 2025.

Der BLEND behält, trotz aller Kostensteigerung, den Preis vom letzten Jahr: 95 Euro. Wie immer könnt Ihr in den unterschiedlichen Einkaufsgruppen vorbestellen. Wir ernten und wenn alles klappt, bekommt Ihr die Aufforderung, dass zu bezahlen, was Ihr vorbestellt habt. 

Für die Einkaufsgruppe Köln, Bochum und Umgebung hier: https://unseroel.blogspot.com/p/blog-page.html . 

Für die Einkaufsgruppe Berlin und Umgebung hier: https://unseroel.blogspot.com/p/berliner-einkaufsgemeinschaft.html 

und für die Einkaufsgruppe München und Umgebung hier: https://unseroel.blogspot.com/p/andere-einkaufsgruppen.html

Wir wünschen uns eine gute Ernte, Euch einen guten Einkauf und Frieden und Freiheit für uns alle!




Seht Ihr sie, die Oliven?Wir freuen uns natürlich, dass so viele Oliven an dem Baum hängen und hoffen, dass sie es alle schaffen, bis zur vollen Reife daran zu bleiben - also keine Olivenfliege, kein Hagel, kein zu starker Sturm und hoffentlich etwas Regen! Wir haben bisher keinen Tropfen gesehen, seit über 3 Monaten. Mit großes Beständigkeit haben wir hartnäckig jede Bewässerungsmöglichkeit wahrgenommen, in der ganzen Zeit 3 mal 4 Stunden, mehr gab es nicht, denn die Stauseen sind leer, so wird uns erzählt. Aber Wasser ist ein Kapitel, über das ich ein Buch schreiben müsste, um Euch die dramatische und gleichzeitig absurde Situation zu erklären. Für den Luxus Tourismus gibt es immer Wasser und die Wasservergeudung weil die Rohre nicht repariert werden ist unglaublich! Wasser ist unser Tagesthema und der Grund dafür, das wir auch im Sommer nicht einen Tag weg können. Aber lassen wir die Sorgen! Wir sind stolz auf die Oliven!
Heutehaben wir versucht, noch einmal Wasser zu bekommen aber die Rohre sind wieder einmal kaputt. Der Wetterbericht sagt, dass es bis Ende des Monats keinen Regen geben wird und das heißt, wir werden so bald wie möglich mit der Ernte beginnen und das wiederum heisst sobald unsere Mühle aufmacht. Wir schreiben Euch, wenn wir den Durchblick haben und mit der Ernte beginnen!

Bis dahin, drückt uns uns Euch die Euch die Daumen, dass die Olivenbäume und die Oliven stärker und intelligenter als wir Menschen sind und trotz allem die Reife erreichen. Der September hat wunderschöne klare Tage und heute habe ich diese Oliven entdeckt. Unglaublich, welche Gegensätze zwischen Schönheit und Gefahr.
Zum Abschluss noch ein Wort zu dem, was mich in diesen Tagen am meisten beschäftigt: ich denke ständig an Palestina und Gaza, an die Menschen dort. Es sind unsere Nachbarn und es ist wirklich schrecklich, sich vorstellen zu können, was ihnen angetan wird und wie sie leiden. 
Ich bin glücklich über die Initiative der Global Sumud Flotilla und hoffe aufErfolg!



 


Das ist die Blüte einer Pomelia, sie blüht im Hochsommer, in der vollen Sonne und das alleine ist ein Wunder, denn es ist wirklich hart unter unserer Juli - Auguststrahlung. Anfang Juli war die erste - wie sie jetzt genannt wird - Hitzewelle. Im inneren Teil der Insel waren Temperatura bis 48 Grad, hier bei uns nur 43. Aber das reicht. Schlimm sind vor allen Dingen die Nachttemperaturen. Bei über 30 Grad ist es fast unmöglich zu schlafen - trotz Ventilator. Naja und gearbeitet wird trotzdem, nicht nur im airconditioned Buero sondern auch auf dem Feld. Es heisst früh aufstehen, sehr früh!!!!

 ...vor allen Dingen, wenn es richtig gemacht sein soll... 

Jedes Jahr müssen unsere rund 700 Olivenbäume geschnitten werden, nicht nur weil eigentlich der Olivenbaum ein verworrener und wiederspenstiger Strauch ist, der etwas undiszipliniert wächst, wenn wir ihn nicht jedes Jahr daran erinnern, dass wir aus ihm einen Baum gemacht haben, der Oliven tragen soll. Wenn es den Bäumen gut geht und sie nicht krank sind, wenn dieWurzeln der Bäume Nahrung und Wasser im Boden finden, entwickelt jeder Baum in einem Jahr viel Vegation und das ist gut. Aber auch das Licht muss durch die Zweige hereinkommen, also muss Platz geschaffen werden, Zweige müssen entfernt werden. Blüten und Früchte wachsen am einjährigen Holz, daher kürzt man die Hauptaeste und entfernt senkrechte Triebe eben für die Lichtdurchlässigkeit. Das klingt logisch und einleuchtend, ist in der Praxis aber sehr kompliziert. Ich selbst stehe stundenlang vor den Zweigen und weiss nicht, welchen ich schneiden soll: es ist klar, der, der im letzten Jahr die Oliven getragen hat, trägt sie in diesem Jahr nicht schon wieder, der neue wird sie tragen, aber welcher ist der neue und welcher der alte? 
Auf dem Foto sieht man die neuen Triebe aber beim Schneiden sind die Pflanzen meistens noch nicht soweit! Unser Mitarbeiter Fraje kommt aus Tunesien, Mahdia, das liegt genau hier gegenüber, nur 280 km Mittelmeer liegen zwischen uns. Fraje lebt mit seiner zahlreichen Familie schon seit 30 Jahren in Italien und fast immer hier in Sizilien, wo er auf dem Land arbeitet. In Mahdia hat er selbst Oliven, schon von seinem Vater hat er das Schneiden gelernt. Seine Beziehung zu den Olivenbäumen ist etwas sehr Besonderes, er studiert jeden Baum, bevor er anfängt zu schneiden und verabschiedet sich, wenn er fertig ist. Wir haben den Eindruck, er spricht mit den Bäumen, stören dürfen wir ihn jedenfalls nicht, wenn er gerade konzentriert Aeste und/oder Zweige schneidet. Manchmal ruft er uns, um gemeinsam über einen größeren Schnitt zu diskutieren. Er erklärt uns dann, warum er meint, dass es besser ist, den Ast abzuschneiden. Es kann z.B. sein, dass der Ast zu weit herausragt und das ist schlecht für den, der mit dem Traktor darunter herfahren soll aber auch für den Baum, der die Nahrung zu weit transportieren muss. Der Baum wird geformt, damit er das Beste produzieren kann.

Beim  Schneiden ist Fraje unser Chef, er schneidet und wir müssen Ordnung schaffen: die Zweige von den größeren Aesten trennen und ordentlich zwischen die Bäume legen, damit wir dann mit dem Häcksler des Traktors alles zerhacken und damit den Boden düngen. Die groben Aeste verwenden wir dann im Winter in unserem Ofen. Eine anstrengende Arbeit aber es lohnt sich . 
Heute sind wir endlich mit dem Schneiden fertig geworden. Es hat lange gedauert, denn in diesem Winter hat es oft geregnet (worüber wir natürlich sehr froh sind !!!) und wir wurden unterbrochen. Jetzt müssen wir schnell (bevor die Blüten aufgehen) noch etwas spritzen, damit in den Wunden vom Schneiden keine Infektionen entstehen oder sich Schädlinge einnisten. Auch hier sind es Naturstoffe, die mit Wasser gemixt werden, um die Pflanzen zu stärken. 
Der Frühling ist jetzt voll da, jeden Tag gehen neue Blüten auf, alles ist grün. 







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